Deutscher Galopp unterstützt Untersuchung zur Karriereentwicklung von Vollblütern
März 2026 - Deutscher Galopp gibt in seiner Pressemitteilung bekannt, dass er die wissenschaftliche Untersuchung „Thoroughbred Geldings’ Career: Influence of Age at the Start of Training and Racing“ unterstützt, die im Fachjournal Animals veröffentlicht wurde. Die Studie wurde von den Wissenschaftlerinnen Mailin Hein, Nina Volkmann, Jeanette Probst, Nicole Kemper und Monica Venner durchgeführt und kann weiter unten vollständig gelesen werden.
Eine interessante Studie, die zeigt, wie das frühere Training keinen Nachteil für die Gesundheit der Rennpferde hat.
Deutscher Galopp hat die wissenschaftliche Untersuchung „Thoroughbred Geldings’ Career: Influence of Age at the Start of Training and Racing“ unterstützt, die jetzt im Fachjournal Animals veröffentlicht wurde. Die Studie analysiert retrospektiv die Daten von 600 in Deutschland geborenen, trainierten und mindestens einmal gestarteten Vollblütern und untersucht den Einfluss des Alters beim Trainings- und Rennbeginn auf die Länge und den Verlauf der Rennkarriere. Grundlage der Analyse waren Daten aus der Rennsportdatenbank „Uniturf“ des deutschen Galopprennsports.
Die wissenschaftliche Analyse liefert wertvolle Erkenntnisse für eine sachliche Debatte über Training, Rennbeginn und Tierwohl: Die Untersuchung zeigt, dass ein früher Trainings- und Rennbeginn bei den analysierten Pferden keinen negativen Einfluss auf die Länge der Rennkarriere hatte. Besonders bei Wallachen erreichten früh gestartete Pferde sogar höhere Ratings, bei vergleichbarer Karrieredauer.
„Für uns ist diese Veröffentlichung ein starkes Signal“, erklärt Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp e.V. „Wir wollen die wichtigen Fragen unseres Sports nicht emotional oder ideologisch, sondern auf Basis belastbarer Daten diskutieren. Genau deshalb war es uns wichtig, diese Untersuchung zu unterstützen und unabhängige wissenschaftliche Arbeit zu ermöglichen. Wer Verantwortung für den Galopprennsport trägt, muss Transparenz zulassen, Forschung fördern und bereit sein, aus Erkenntnissen die richtigen Schlüsse zu ziehen.“
An der Veröffentlichung waren neben der federführenden Autorin auch Fachleute aus den Bereichen Tierhygiene, Tierwohl und landwirtschaftliche Nutztierhaltung beteiligt, und die Untersuchung wurde ohne externe Forschungsförderung durchgeführt.
Studien wie diese leisten einen wichtigen Beitrag zu einer faktenbasierten Diskussion über Training, Rennbeginn und Tierwohl im Galopprennsport. Der Verband wird daher auch künftig offen für wissenschaftliche Begleitung bleiben und Projekte unterstützen, die zu mehr Wissen, mehr Transparenz und einer fairen Bewertung des Sports beitragen.